Nicht weniger stolz

sind heute die Harsumer Reiheleute auf die Bezeichnung" Harsumer Männer".
Diese Bezeichnung wird zurückgeführt auf den Ausruf des Bischofs Gerhard
in der Schlacht bei Dinklar am 3. September 1367.
"Je Männer mit den Heuen" ( Ihr Männer mit den Hüten )

Unter Reiheleute versteht man die Inhaber der Reihenstellen,
nämlich jener alten ursprünglich bäuerlichen Anwesen eines Dorfes,
die zu einer Realgemeinde zusammengefasst wurden.
Es wird erzählt von jenen Harsumer Reiheleute,
die damals mit hinausgegangen waren, um am Kampf gegen
die Braunschweiger teilzunehmen, die 1367 begonnen hatten,
die Dörfer des Stiftes Hildesheim zu überfallen und in Brand zu stecken.
Die anderen Stiftsdörfer schlossen sich den Hildesheimern an,
und bei Dinklar trafen sie auf den Feind.
"Hass und Heimatliebe glühten auf zu wilden Brande.
Hell lodernd schlagen die Flammen zu neuem Mut".
Die Endscheidung fiel. Der Sieg neigte sich auf die Seite der Bischöflichen.

In kaum einer anderen Gemeinde des Stiftes Hildesheim,
ist bis in unsere Zeit die Erinnerung an die Schlacht bei Dinklar
so wach gehalten worden wie in Harsum.
Hier hat man von Generation zu Generation davon Erzählt
und spätere Traditionen damit aufrecht gehalten.

Die Auswirkungen der Schlacht bei Dinklar,
zeigen sich noch heute im traditionellen Reihenstellenschießen
der Harsumer Reiheleute auf die schwarz-weiße Scheibe mit der Aufschrift
"VIVAT HARSUMER MÄNNER".
Lange schon wird dieses Scheibenschießen alljährlich durchgeführt,
und eine Ehre ist es stets gewesen, zu den drei "Besten Männern",
dass heißt zu den drei besten Schützen zu zählen.
Der erste von ihnen erhält dann die Scheibe, die in Anwesenheit
der übrigen Reiheleute im feierlichen Akt
draußen am Wohnhaus des besten Schützen aufgehängt wird.
Dazu bekommt er für die Dauer eines Jahres
das Nutzungsrecht der so genannten "Beste-Mann-Wiese".
Heute ist allerdings in diesem Punkt eine Neuregelung geschaffen worden.
Außerdem erhält jeder der drei besten Männer einen grünen Schützenhut.
Die Tradition geht auf die "Schlacht bei Dinklar" am "03. September 1367" zurück.
Damals erfochte Bischof Gerhard von Hildesheim einen großen Sieg über
Herzog Magnus von Braunschweig und seine Halberstädter und Magdeburger Bundesgenossen.
Die Harsumer Bauern zeichneten sich in dieser Schlacht durch besondere Tapferkeit aus,
voran der "Smett von Hassen" (Schmied von Harsum).
Im Gegensatz zu den Rittern mit ihren Rüstungen, trugen die Bauern der Stifsdörfer
in der Schlacht nur einfache Kleidung und Hüte.
Die "Reiheleute", dass sind die Inhaber der Reihestellen, der ursprünglichen bäuerlichen Anwesen des Dorfes,
die zu einer "Realgemeinde" zusammengefasst wurden.
Sie halten an der alten Tradition fest, alljährlich auf dem Schiessstand die "Besten Männer" Harsums festzustellen.
Harsum hat zurzeit noch 146 Reihestellen, die sich im Besitz von 115 Reiheleuten befinden.
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